GOHO91A

  Im Rahmen der 9. Gostenhofer Atelier- und Werkstatttage vom 11. – 20.Okt. 2013 präsentiert die Fotogalerie GOHO91A die Ausstellung

EISENZEIT
Industrie-Relikte

Öffnungszeiten:
So 13.10. + 20.10.2013    11:00 – 18:00 Uhr
vom 14.10. – 09.11.2013
Mo, Di, Do, Fr           17:30 – 20:00 Uhr
Sa, So                       11:00 – 16:00 Uhr
oder nach Vereinbarung

Stillgelegte Industriestandorte besitzen eine ganz außergewöhnliche Faszination für mich. Alleine schon die Größe der Gebäude und der Anlagentechnik ist überwältigend. Riesige Hallen, durch deren löchrige Wände einzelne Sonnenstrahlen Licht ins Dunkel bringen, erscheinen wie Kathedralen des Industriezeitalters. Leer und verlassen herrscht eine seltsame, fast bedrückende Stille. Zurück gelassene Arbeitskleidung, ein Tellerstapel im Pausenraum oder Hinweisschilder an Maschinen erinnern daran, dass an diesen Orten einmal Menschen beschäftigt waren.

In meinen Bildern versuche ich die Stille dieser Orte sichtbar zu machen. Der monochrome Teil der Serie „Eisenzeit“ entstand in der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg. Die Farbaufnahmen zeigen Details aus dem Industriedenkmal „Kokerei Hansa“ in Dortmund. Als Kulturgut aufbereitet, besitzen überdimensionierte Anlagenteile, wie Schwungräder, Kompressoren oder auch einfache Schrauben eine spezifische Ästhetik.

Eine neue Galerie erblickt das Licht der Welt und Sie können dabei sein!

Ein etwas anderer Ansatz: Galerie und Wohnen. Für zwei bis drei Ausstellungstermine im Jahr wird die Galerie GOHO91A künstlerische Fotografie in einem wohnlichen Ambiente präsentieren. Keine sterile Museumsatmosphäre, sondern Raum zum kreativen Austausch. Eine temporäre Galerie ausschließlich für Fotografie im Nürnberger Künstlerviertel Gostenhof.

Neben bekannten Fotografen soll auch Newcomern die Möglichkeit geboten werden, die eigenen Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit in professionellem Rahmen zu zeigen.

ERÖFFNUNGSAUSSTELLUNG
vom 23.02. bis 24.03.2013

“FRAKTALE LANDSCHAFTEN”

Was verbirgt sich hinter diesem seltsamen Titel? Als Fraktale bezeichnet man in der Mathematik u. a. geometrische Muster, die einen hohen Grad an Selbstähnlichkeit aufweisen. Im Grunde ein Objekt, was aus mehreren verkleinerten Kopien seiner selbst besteht. Auch in der Natur finden sich fraktale Strukturen in Form von Pflanzen (Farne, Bäume), Wolkengebilden, Küstenlinien, Sandrippeln oder Schneeflocken.

Die Natur Islands bietet für einen Fotografen aufgrund seiner Ursprüglichkeit zunächst einmal überwältigende Ansichten. In der Ausstellung “Fraktale Landschaften” begebe ich mich jedoch auf die Suche nach geometrischen Formen und Ordnungsprinzipien in der Natur. Häufig finden sich diese in Detailansichten. Die Spiegelungen der Eisberge erscheinen wie reale Umsetzungen des “Apfelmännchens” des Mathematikers Mandelbaum. Auch Hangformen, Gletscherbrüche und Flussmäander zeigen eine hohe geometrische Ästhethik.